Die 5 Phasen der Krise und was Schulen daraus lernen können

Krisen in Schulen beginnen selten mit einem lauten Knall. Meist sind es schleichende Prozesse. Ein unbemerkter technischer Defekt in der Alarmanlage, wachsende Unzufriedenheit über unklare Kommunikationswege oder ein Konflikt, der unter der Oberfläche schwelt. Das aus der Organisationspsychologie stammende Modell der 5 Phasen der Krise verdeutlicht, dass Notlagen fast immer eine Vorgeschichte haben. Sie entwickeln sich schrittweise, von leisen Warnsignalen bis zum akuten Kontrollverlust. Dieses Wissen ermöglicht es Schulen, nicht nur zu reagieren, sondern vorausschauend zu handeln. Was die 5 Phasen der Krise sind und wie Schulen am besten agieren, zeigt dieser Beitrag.

5 Phasen der Krise: Was Schulen aus der Krisendynamik lernen können

Krisen an Schulen sind keine isolierten Ereignisse, sondern Teil einer Kette von Ursachen und Wirkungen. Ein ungelöster Konflikt im Kollegium, eine veraltete IT-Infrastruktur oder ein Notfallplan, der seit Jahren in der Schublade liegt, sind typische latente Risiken. Im hektischen Schulalltag fallen diese schwelenden Probleme kaum auf, bis ein externer Auslöser die Situation eskalieren lässt. Dann ist es jedoch meist bereits zu spät und der Schaden ist angerichtet.

Hier bietet das Modell der 5 Phasen der Krise einen wertvollen Orientierungsrahmen. Es gliedert einen Krisenverlauf in klar definierte Abschnitte, von den ersten Anzeichen bis zur entscheidenden Nachbereitung. Dadurch wird das Unvorhersehbare greifbar und in Teilen steuerbar. Die 5 Phasen der Krise zu kennen, kann also dazu beitragen, Notfälle zu vermeiden oder Schadensbegrenzung zu betreiben.

Vom reaktiven zum proaktiven Management

Anstatt jeden Notfall als unvorhersehbares Ereignis zu betrachten, erlaubt das Phasenmodell, präventiv zu denken und zu handeln. Es schärft den Blick für die oft subtilen Symptome, die einer Eskalation vorausgehen. Für den Schulalltag ist dies sehr wertvoll.

Die Erkenntnis, dass jede akute Krise eine Vorgeschichte hat, ist der erste Schritt zu einem resilienten Krisenmanagement. Der Fokus verlagert sich von der reinen Schadensbegrenzung hin zur Stärkung der organisatorischen Widerstandsfähigkeit.

Dieser Leitfaden überträgt das etablierte Modell auf den komplexen Schulkontext. Jede Phase wird mit praxisnahen Beispielen beleuchtet, um zu zeigen, wie das Verständnis dieser Abläufe hilft, Risiken präziser zu bewerten, Ressourcen gezielter einzusetzen und Kommunikationsstrategien zu entwickeln, die im Ernstfall funktionieren. Das Ziel ist ein strategisches Werkzeug, das die Sicherheit und Handlungsfähigkeit der gesamten Schulgemeinschaft nachhaltig stärkt.

Wenn Konflikte zu strategischen Risiken werden – Phase 1 und 2

Die gefährlichsten Krisen sind oft jene, die leise beginnen. Lange bevor ein Notfall eintritt, schwelen Konflikte unter der Oberfläche, die das Fundament der Schulgemeinschaft aushöhlen. Diese frühen Stadien, die Stakeholder- und die Strategiekrise, sind tückisch, weil ihre Symptome leicht als alltägliche Reibereien abgetan werden. Doch genau hier werden die Weichen für eine spätere Eskalation gestellt.

Alles beginnt mit der ersten Phase, der Stakeholder-Krise. Sie zeigt sich in Schulen durch einen spürbaren Vertrauensverlust. Das Gefüge zwischen den zentralen Akteuren – Schulleitung, Lehrkräften, Eltern, Schülern und Schulträger – bekommt Risse. Unausgesprochene Meinungsverschiedenheiten, etwa über die Digitalisierungsstrategie, neue Lehrmethoden oder die Verteilung von Budgets, mindern die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Gerade die erste Phase der 5 Phasen der Krise ist entscheidend. Wird sie bereits aufgedeckt, kann eine Krise effektiv verhindert werden.

Die Anzeichen einer Stakeholder-Krise sind subtil, aber in ihrer Summe ein klares Warnsignal:

  • Zunehmende Informationsasymmetrie: Wichtige Entscheidungen fallen hinter verschlossenen Türen. Das schürt bei den Nicht-Informierten Misstrauen und befeuert Gerüchte.
  • Abnehmende Beteiligung: Die Motivation von Lehrkräften und Eltern, sich über das Nötigste hinaus zu engagieren, sinkt. Gremienarbeit wird zur reinen Pflichterfüllung.
  • Polarisierung im Kollegium: Es bilden sich Lager, die strategische Vorhaben blockieren oder nur noch die Interessen der eigenen Gruppe durchsetzen wollen.

Diese Phase untergräbt die Basis für jegliche Zusammenarbeit. Ein Mangel an Vertrauen macht eine Schule dysfunktional, lange bevor ein konkreter Notfall in Sicht ist. Die Ursachen liegen oft in unklaren Kommunikationswegen und intransparenten Prozessen, die das Gefühl von Willkür verstärken.

Wird diese erste Phase ignoriert, mündet sie fast zwangsläufig in die zweite: die Strategiekrise. Das einst klare Leitbild der Schule verliert an Zugkraft. Die pädagogische und organisatorische Ausrichtung wird schwammig, weil grundlegende Werte und Ziele nicht mehr von allen mitgetragen werden. Die Schule stagniert, statt sich weiterzuentwickeln.

Eine Strategiekrise ist der Moment, in dem eine Schule aufhört, sich proaktiv zu gestalten, und stattdessen nur noch auf interne und externe Zwänge reagiert. Sie verliert ihre gestalterische Kraft.

Ein klassisches Beispiel ist die Weiterentwicklung des Sicherheitskonzepts, die immer wieder aufgeschoben wird, weil man sich nicht auf Prioritäten einigen kann. Die Einführung moderner digitaler Werkzeuge scheitert am Widerstand von Teilen des Kollegiums oder an der unklaren Haltung des Schulträgers. Die Schule tritt auf der Stelle, während sich die Welt um sie herum verändert. Das kann für manche Prozesse fatal sein. Schließlich ist ein moderner Schulalltag in verschiedenen Bereichen unverzichtbar. Weiterentwicklung bietet Chancen, diese sollten sich Schulen nicht verbauen.

Die Stakeholder-Krise, als erste Stufe der 5 Phasen der Krise, entsteht, wenn das Vertrauen in die Führung bröckelt. Analysen aus der Wirtschaft zeigen, dass etwa 70 Prozent aller Unternehmenskrisen mit solchen internen Problemen beginnen. Präventive Maßnahmen, die auf Transparenz und klar definierte Prozesse setzen, können das Eskalationsrisiko deutlich reduzieren. Ein zentrales Admin-Portal für Sicherheitslösungen kann hier helfen, Zuständigkeiten klar zuzuordnen und Kommunikationswege nachvollziehbar zu machen, um Warnsignale frühzeitig zu erkennen.

Um diese schleichenden Krisen zu durchbrechen, sind aktive Gegenmaßnahmen erforderlich. Es geht darum, Transparenz durch klare Strukturen erlebbar zu machen. Wenn Zuständigkeiten eindeutig sind und Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert werden, kann verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden. Die entscheidende Voraussetzung, um eine strategische Lähmung zu überwinden.

Wenn operative Mängel das Vertrauen erschüttern – Phase 3

In der dritten Phase der Krise treten verborgene Schwachstellen schmerzhaft an die Oberfläche. In der Wirtschaft bricht jetzt der Umsatz ein. Für eine Schule bedeutet diese Phase jedoch etwas Existenzielleres: Ihr zentraler Bildungs- und Schutzauftrag verliert massiv an Glaubwürdigkeit.

Hier geht es nicht mehr um schwelende Konflikte, sondern um handfeste operative Mängel. Die Krise wird greifbar, weil etablierte Prozesse und Systeme genau dann versagen, wenn sie am dringendsten gebraucht werden. Das Vertrauen der Eltern in die Sicherheit ihrer Kinder bröckelt, und qualifizierte Lehrkräfte überlegen, ob diese Schule noch der richtige Arbeitsplatz für sie ist.

Wenn der Notfallplan nur auf dem Papier existiert

Ein klassisches Beispiel für diese Phase ist ein veraltetes Sicherheitskonzept. Notfallpläne, die zwar in einem Ordner existieren, aber nie unter realen Bedingungen geübt wurden, entpuppen sich als wertlos. Die digitale Infrastruktur, die im Alltag gerade so funktioniert, bricht unter der Last eines Notfalls zusammen. Das birgt enorme Sicherheitsrisiken.

Im Schulkontext zeigt sich diese Phase oft durch folgende Symptome:

  • Lückenhafte Alarmierungsketten: Herkömmliche Systeme wie Lautsprecheranlagen sind störanfällig. Alarme über Messenger-Dienste versanden im „Nicht stören“-Modus der Smartphones.
  • Fehlender Überblick: Ohne zentrale, verlässliche Informationskanäle haben weder Schulleitung noch eintreffende Einsatzkräfte eine klare Vorstellung von Ort und Ausmaß der Gefahr.
  • Verzögerte Reaktionen: Informationen fließen langsam und unvollständig. Wertvolle Minuten verstreichen, in denen das Kollegium nicht koordiniert handeln kann.

Diese operativen Lücken stellen die grundlegende Funktionsfähigkeit der Schule infrage. Wenn Eltern und Lehrkräfte begreifen, dass die versprochene Sicherheit nur eine Illusion war, entsteht ein tiefer Vertrauensbruch, der nur schwer zu beheben ist.

In der operativen Krise wird der Kontrollverlust sichtbar. Sie ist das Ergebnis der Versäumnisse aus den vorangegangenen Phasen und legt die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit des schulischen Sicherheitskonzepts offen.

Eine Umfrage offenbarte, dass 35 Prozent der Schulleitungen Sicherheitslücken durch unzuverlässige Kommunikation beklagten. Ohne Echtzeit-Informationen und moderne, DSGVO-konforme Werkzeuge ist die Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt.

Die Brücke zu moderner Handlungsfähigkeit

Genau hier zeigt sich der Wert durchdachter, moderner Lösungen. Sie setzen dort an, wo alte Konzepte an ihre Grenzen stoßen. Eine sofort einsatzbereite Alarmierungs-App, die geräteübergreifend und zuverlässig funktioniert, ist mehr als ein technisches Werkzeug. Sie gibt im entscheidenden Moment die Handlungsfähigkeit zurück.

Systeme wie Klassenalarm überwinden typische Schwachstellen: Ein Alarm erreicht alle Lehrkräfte in Sekundenschnelle, selbst wenn ihre Handys auf lautlos gestellt sind. Die sofortige Anzeige von auslösender Person, Zeit und Standort schafft Klarheit über die Lage. Strukturierte Checklisten, die direkt nach dem Alarm erscheinen, verwandeln Unsicherheit in koordiniertes, sicheres Handeln. Lehrkräfte wissen im Notfall somit genau, was zu tun ist. Ein solcher digitaler Amok-Alarm sorgt dafür, dass Notfallpläne nicht nur Theorie bleiben. Das stärkt das Vertrauen der Eltern und erhöht die Sicherheit im Schulalltag.

Um diese dritte Phase zu überwinden, braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen operativen Fähigkeiten. Es reicht nicht, Pläne zu schmieden. Ihr Funktionieren muss durch realistische Übungen und den Einsatz verlässlicher Technologie sichergestellt werden. Nur so lässt sich das Vertrauen der Schulgemeinschaft nachhaltig festigen.

Der Ernstfall – Phase 4 und 5

In der vierten Phase zeigt sich die Krise in akuten Notlagen: Kommunikationswege funktionieren nicht mehr zuverlässig, Entscheidungen werden verzögert oder bleiben ganz aus, und der schulische Alltag gerät ins Stocken.

Die fünfte Phase stellt den schwerwiegendsten Zustand dar. In ihr ist die Schule nicht mehr in der Lage, ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht gegenüber Schülerinnen und Schülern nachzukommen. Damit gefährden diese beiden Phasen nicht nur den Schulbetrieb, sondern auch das Wohlergehen aller Beteiligten.

Der Moment, in dem die Kontrolle entgleitet

Phase 4 ist der kritische Wendepunkt, an dem aus einem schwelenden Risiko ein offener Notfall wird. Alle Versäumnisse der vorherigen Phasen bündeln sich. Statt koordiniertem Handeln regieren Panik und Desinformation. Ohne ein stabiles System zur schnellen und gezielten Alarmierung entsteht ein gefährliches Vakuum. Wer löst den Alarm aus? Wo genau ist die Gefahr? Welche Anweisungen gelten? In einer akuten Krise entscheiden Sekunden, und unklare Informationen provozieren fatale Fehlentscheidungen. Es sollte demnach am besten gar nicht so weit kommen, dass die vierte Phase der Krise erreicht wird.

Der entscheidende Faktor in der akuten Krisenphase ist der schnelle Übergang von Handlungsunfähigkeit zu koordinierter Reaktion. Das gelingt nur, wenn die Kommunikationsstruktur nicht selbst Teil des Problems ist.

Genau für diesen Moment wurden digitale Alarmierungssysteme entwickelt. Sie schließen die Informationslücke durch sofortige, verlässliche Daten:

  • Eindeutige Identifikation: Der Alarm zeigt sofort, welche Person ihn wo und wann ausgelöst hat.
  • Standortbasierte Klarheit: Eine präzise Ortsangabe ermöglicht es, die Gefahr zu lokalisieren und einzugrenzen.
  • Strukturierte Handlungsanweisungen: Vordefinierte Checklisten auf den mobilen Geräten des Kollegiums geben Sicherheit und leiten das Verhalten.

Diese technologische Unterstützung verwandelt Chaos in einen strukturierten Prozess. Alle Beteiligten erhalten gleichzeitig eine klare Lageeinschätzung und konkrete Anweisungen.

Eine Lehrkraft beruhigt einen anderen Lehrer nach einer Krisensituation

Nach der Krise ist vor der Krise

Die fünfte und letzte Phase markiert den Punkt, an dem eine Schule als sicherer Ort nicht mehr wahrgenommen wird. Der Vertrauensverlust bei Eltern, Lehrkräften und dem Schulträger ist enorm. Doch hier beginnt auch der Weg zur Resilienz. Eine erfolgreich bewältigte Krise bietet die Chance, als Organisation zu lernen und zu wachsen. Die Nachbereitung ist nicht nur eine bürokratische Pflicht, sondern das Fundament für zukünftige Sicherheit. Sie verlangt eine schonungslose, faktenbasierte Analyse: Was hat funktioniert, wo lagen die Schwachstellen? Die automatische Protokollierung eines digitalen Alarmsystems liefert hierfür wertvolle Daten, indem Zeitverlauf, Reaktionszeiten und Informationskette objektiv nachvollzogen werden können.

Diese Erkenntnisse sind die Basis, um Notfallpläne zu schärfen, Schulungen anzupassen und die gesamte Sicherheitsarchitektur zu stärken. Die systematische Aufarbeitung ist ein zentraler Baustein, um das Vertrauen der Schulgemeinschaft zurückzugewinnen. Sie zeigt, dass die Organisation aus Fehlern lernt und ihre Verantwortung ernst nimmt. Eine gute Nachbereitung schlägt die Brücke von der Bewältigung zurück zur Prävention und ist damit der entscheidende Hebel, um künftige Krisen zu verhindern oder ihre Auswirkungen zu minimieren. Wie wichtig dabei eine transparente Kommunikation ist, beleuchtet unser Beitrag über Krisenkommunikation in Schulen und Organisationen im Detail.

Das Modell der 5 Phasen der Krise im Schulalltag: Vom Wissen zum Handeln

Theoretisches Wissen über die 5 Phasen der Krise entfaltet seinen Wert erst, wenn es in konkrete, funktionierende Prozesse übersetzt wird. Die reine Kenntnis von Eskalationsstufen verhindert keinen Notfall. Erst wenn aus dem Modell systematisch vorbeugende Maßnahmen, klare Reaktionspläne und ehrliche Lernprozesse abgeleitet werden, wird es zu einem mächtigen Werkzeug für Schulleitungen. Die Herausforderung besteht darin, jede Phase mit spezifischen Handlungen zu füllen, um bestehende Notfallpläne durch das Verständnis der 5 Phasen der Krise zu schärfen und an entscheidenden Stellen mit moderner Technologie aufzurüsten.

Phase 1 und 2: Prävention durch Organisation

Die wichtigste Arbeit im Krisenmanagement findet lange vor einem Alarm statt. In der Stakeholder- und Strategiekrise geht es um Vertrauen und Transparenz. Ein echtes Frühwarnsystem an einer Schule ist weniger technisch als organisatorisch und lebt von offener Kommunikation sowie klar verteilten Aufgaben. Hier spielt ein zentrales, digitales Werkzeug seine Stärken aus. Sind alle wichtigen Informationen (Alarmpläne, Kontaktlisten, Gebäudepläne) an einem einzigen, sicheren Ort gebündelt und nur für autorisierte Personen zugänglich, reduziert das Unsicherheiten.

Das Admin-Portal von Klassenalarm ist eine solche zentrale Anlaufstelle. Es schafft Klarheit darüber, wer im Ernstfall alarmieren darf und welche Abläufe dann greifen. Das stärkt die Sicherheit in Notfällen, da alle Verantwortlichen genau wissen, was zu tun ist.

Diese strukturierte Darstellung von Zuständigkeiten stärkt das Vertrauen des Kollegiums in das Sicherheitskonzept. Ein weiterer Baustein sind regelmäßige Probealarme. Sie sind mehr als ein technischer Test; sie trainieren das Muskelgedächtnis für den Ernstfall. Ein Probealarm deckt schonungslos auf, wo theoretische Pläne in der Praxis haken, macht das Kollegium mit dem System vertraut und senkt die Hemmschwelle, schnell und entschlossen zu handeln. Moderne Systeme ermöglichen solche Übungen, indem sie Alarme klar als Test kennzeichnen und so unnötige Panik vermeiden.

Phase 3 und 4: Wenn jede Sekunde zählt

Wenn eine Krise akut wird, führen veraltete Konzepte (Phase 3) unweigerlich zur Handlungsunfähigkeit (Phase 4). Die oberste Priorität ist es, durch schnelle und präzise Informationen die Kontrolle zurückzugewinnen. Ein app-basiertes Alarmierungssystem wie Klassenalarm ist hier der entscheidende Faktor, der drei Kernaufgaben erfüllt:

  1. Geschwindigkeit: Ein Alarm erreicht alle relevanten Personen innerhalb von Sekunden und durchdringt sogar den „Nicht stören“-Modus von Smartphones.
  2. Präzision: Die Anzeige von Standort und auslösender Person liefert sofort ein klares Lagebild für eine gezielte Reaktion.
  3. Orientierung: Vordefinierte Checklisten auf dem Display geben dem Kollegium konkrete Anweisungen und verwandeln Unsicherheit in koordiniertes Handeln.

Eine solche Lösung schließt die kritische Informationslücke im Moment der Eskalation. Die Technologie wird zum Werkzeug, das den geplanten Prozess umsetzbar macht. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Anforderungen an ein modernes System finden Sie in unserem Leitfaden zum Thema Notfall- und Krisenmanagement für Bildungseinrichtungen.

Phase 5: Nach der Krise ist vor der Krise

Ist der Notfall bewältigt, beginnt die wichtigste Phase für die langfristige Widerstandsfähigkeit der Schule. Bei der Aufarbeitung darf es nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern um eine ehrliche, faktenbasierte Analyse.

Die Nachbereitung ist der Moment, in dem aus einem bewältigten Notfall nachhaltige Sicherheit wird. Ohne diesen Lernprozess bleibt jede Krise nur eine unterbrochene Abwärtsspirale.

Digitale Systeme liefern hierfür eine wertvolle Datengrundlage. Die automatisch erstellten Protokolle eines Alarms dokumentieren den Ablauf lückenlos: Wer hat wann und wo ausgelöst? Wie schnell wurde die Information verteilt? Diese objektiven Daten ermöglichen eine präzise Auswertung und die gezielte Anpassung der Notfallpläne. Sie sind die Basis, um als Organisation zu lernen und gestärkt aus der Situation hervorzugehen. Technologie ist dabei ein entscheidender Baustein für funktionierende Prozesse in jeder der 5 Phasen der Krise. Bei der Auswahl einer Lösung sollte stets auf Kriterien wie DSGVO-Konformität und Hosting in Deutschland geachtet werden, um rechtliche Sicherheit und den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten.

Die Krise als Katalysator für nachhaltige Entwicklung nutzen

Eine Krise erfolgreich zu bewältigen, bedeutet mehr, als nur zum Alltag zurückzukehren. Es ist eine Gelegenheit, als Organisation zu lernen und das Fundament für eine widerstandsfähigere Zukunft zu legen. Die Nachbereitungsphase ist kein Schlusspunkt, sondern der strategische Auftakt für die nächste Präventionsphase. Der Blick geht nach vorn, von der Reaktion zur Reflexion. Die Kernfrage lautet: Wie können wir die Analyse des Krisenverlaufs nutzen, um unsere Prozesse, Kommunikationswege und die gesamte Sicherheitskultur nachhaltig zu verbessern?

Vom reaktiven Management zur präventiven Kultur

Die Analyse muss tief gehen. Wo gab es Lücken in der Informationskette? An welchem Punkt haben unklare Zuständigkeiten die Reaktion verlangsamt? Protokolle digitaler Systeme liefern hierfür objektive Daten und ermöglichen eine faktenbasierte Auswertung, frei von persönlichen Vorwürfen. Diese Daten sind das Rohmaterial für die gezielte Optimierung der Notfallpläne.

Jede Krise legt die Kluft zwischen dem Plan auf dem Papier und der Realität im Ernstfall offen. Die Stärke einer Organisation zeigt sich darin, wie gut sie diese Lücke schließen kann.

Durchdachte digitale Werkzeuge spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie erhöhen nicht nur die Sicherheit im akuten Notfall, sondern fördern aktiv eine Kultur der Prävention. Wenn Lehrkräfte durch regelmäßige, unkomplizierte Probealarme Vertrauen in die Systeme fassen, wird Sicherheit zu einem gelebten Prozess statt zu einer abstrakten Vorschrift.

Wer die 5 Phasen der Krise versteht, kann gestärkt aus Notfällen hervorgehen. Dieses Wissen hilft, Panik durch Prozesse zu ersetzen und eine Umgebung zu schaffen, in der klare Strukturen und verlässliche Kommunikation die Basis für Sicherheit bilden. Lösungen wie Klassenalarm sind dabei mehr als nur technische Helfer; sie sind Katalysatoren für diesen organisatorischen Reifeprozess.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hilft eine Alarmierungs-App nach einer Krise?

Nach einem Vorfall sind Erinnerungen oft subjektiv und emotional gefärbt. Hier liegt der Wert einer digitalen Dokumentation. Ein lückenloses Alarmprotokoll liefert die Fakten für eine nüchterne, strukturierte Auswertung.

Wer hat wann und von wo den Alarm ausgelöst? Wie schnell wurde die Information verteilt und wer hat sie erhalten? Diese objektiven Daten sind die Grundlage, um Notfallpläne nicht nach Gefühl, sondern gezielt zu verbessern.

Die Nachbereitung wird so zu einem echten Lernprozess für die gesamte Schule. Die gewonnenen Erkenntnisse stärken die Organisation von innen heraus und sorgen dafür, dass sie für die Zukunft besser aufgestellt ist. Das Ziel ist, dass dadurch Krisen bereits in den ersten Phasen abgewendet werden können.

Was ist in der Präventionsphase die wichtigste Maßnahme?

Eine verlässliche und transparente Kommunikation ist entscheidend. Jeder muss wissen, wer im Ernstfall welche Aufgabe hat. Sicherheitskonzepte gehören regelmäßig auf den Prüfstand, und es braucht Werkzeuge, die jeden zuverlässig erreichen. Routine ist der Schlüssel. Regelmäßige, unkomplizierte Probealarme nehmen dem Ernstfall den Schrecken, decken Schwachstellen auf und schaffen Vertrauen in die eigenen Abläufe. Das ist die beste Vorbereitung, die eine Schule treffen kann.

Reicht ein guter Notfallplan nicht aus?

Ein Notfallplan ist unerlässlich, aber das 5-Phasen-Modell geht weiter. Es schärft den Blick dafür, dass Krisen selten aus heiterem Himmel kommen. Es hilft Schulleitungen, die leisen Vorboten zu erkennen: schwelende Konflikte im Kollegium (Phase 1) oder veraltete Sicherheitsabläufe (Phase 2), die im Ernstfall versagen würden. Das Ziel ist proaktives Handeln anstelle reaktiver Schadensbegrenzung. Das Modell der 5 Phasen der Krise fördert eine Kultur der Vorsorge, die den entscheidenden Unterschied machen kann.