
Ein Notfall in der Schule tritt ein und eine Person wird verletzt. Jetzt heißt es: schnell und vor allem korrekt handeln! Hier kommt die Rettungskette ins Spiel. Worum es sich dabei handelt, warum die Rettungskette so essenziell ist und wie Sie sie in Ihrer Schule anwenden können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Die Rettungskette beschreibt das organisatorische und inhaltliche Grundprinzip der Notfallversorgung und Ersten Hilfe. Sie beinhaltet verschiedene Maßnahmen, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind, um im Notfall zielführend und korrekt handeln zu können. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Betroffenen bereits am Notfallort geholfen wird und innerhalb kurzer Zeit in ärztliche Behandlung kommen. Bis medizinisches Fachpersonal eingetroffen ist, müssen die ersten Glieder der Kette tätig werden. Die Rettungskette reicht also vom Erkennen eines Notfalls bis zur Behandlung in einem Krankenhaus. Das Wissen über die Rettungskette ist daher in vielen Bereichen entscheidend. Auch an Schulen sollte ihre Anwendung bekannt sein.
Gerade in Schulen ist das Wissen über die Rettungskette und was sie beinhaltet essenziell. Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte und der Rest des Personals müssen wissen, was im Notfall zu tun ist. Doch wie erklären Sie die Rettungskette den Kindern auf verständliche Weise?
Schon in jungen Jahren sollte Schülern und Schülerinnen bewusst sein, wie wichtig die Rettungskette ist und dass sie sich ihre Inhalte daher gut einprägen sollten. Doch ein kompliziertes Vokabular ist unangebracht. Kinder sollten klar verstehen, worum es geht. Außerdem soll keine Angst vor einem Notfall entstehen. Ganz im Gegenteil: Die Rettungskette kann als Instrument genutzt werden, damit schon junge Schüler und Schülerinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen erlangen.
Um Kindern die Rettungskette zu erklären, eignen sich Bilder. Am besten arbeiten Sie mit wenig Fachbegriffen und einfacheren Alternativen. Zudem ist es essenziell, Kindern klarzumachen, dass sie zunächst dafür sorgen sollen, dass sie selbst in Sicherheit sind, und erst dann anderen helfen. Sie dürfen sich nicht selbst in Gefahr bringen, da das die Lage nur verschlimmert.
Wichtig für Kinder, die das Konzept der Rettungskette verstehen sollen, sind Praxisübungen. Wer mit den jungen Schülern und Schülerinnen oft genug übt, trägt dafür Sorge, dass sich die Abläufe in ihr Gedächtnis einprägen. So können sie im Notfall instinktiv korrekt handeln, so wie sie es in den Übungen gelernt haben.
Nicht nur die Kleinen sind auf regelmäßige Übungen und Wiederholungen der Rettungskette angewiesen. Auch ältere Schüler und Schülerinnen sollten mit den Abläufen vertraut werden. Übungen sind nicht nur die ideale Unterweisung, sondern geben auch Sicherheit im Notfall.
Die Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Aus diesem Grund ist es für jeden Menschen essenziell, sich mit der Rettungskette zu befassen. Nur wenn alle Glieder dieser Kette zusammenarbeiten und für sich gesehen stark genug sind, kann im Notfall Schlimmeres verhindert werden.
Eine Ausbildung in Erster Hilfe stärkt insbesondere die ersten beiden Glieder der Rettungskette. Die Personen, die beim Auftreten eines Notfalls zur Stelle sind, sollten genau wissen, wie sie reagieren müssen. Andernfalls werden alle nachfolgenden Kettenglieder geschwächt. Im schlimmsten Fall fällt die Rettungskette in sich zusammen.
Aus diesem Grund ist die Rettungskette ein wichtiger Bestandteil eines jeden Sicherheitskonzepts. In Schulen ist es vor allem das Personal, das mit den ersten Schritten vertraut sein muss. Schüler und Schülerinnen gelten als Schutzbefohlene. Wenn ein Notfall eintritt, müssen die Erwachsenen so handeln können, dass schlimmere Szenarien abgewendet werden können.
Natürlich muss jeder Einzelne, somit auch Schüler und Schülerinnen, handlungsfähig sein. Deshalb gilt es, die Rettungskette fest in das Sicherheitskonzept von Schulen zu verankern. Die Schulleitung trägt dafür die Verantwortung.

In einem Notfall richtig zu handeln, schließt mit ein, den Ablauf der Rettungskette zu beachten. Die Reihenfolge der Maßnahmen hat einen Sinn, deshalb ist es wichtig, die einzelnen Kettenglieder gut zu kennen.
Bevor eine verletzte oder erkrankte Person von Rettungssanitätern übernommen und ins Krankenhaus transportiert wird, greifen die ersten Glieder der Rettungskette. Diese umfasst alle Maßnahmen, die bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes eingeleitet werden, um die betroffene Person zu stabilisieren und auf die ärztliche Behandlung vorzubereiten. Gerade diese ersten Schritte sind entscheidend für die Überlebenschancen und den weiteren Heilungsverlauf.
Der erste wichtige Schritt beim Eintritt eines Notfalls besteht darin, die Unfallstelle abzusichern und sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Auch wenn Sie womöglich sofort tätig werden und eine verletzte Person in die stabile Seitenlage bringen oder anderweitig versorgen möchten, nützt es niemandem etwas, wenn Sie bei Ihrem Versuch, etwas Gutes zu tun, ebenfalls verletzt werden. Im Gegenteil: Dies würde die Lage nur noch erschweren.
Nachdem die Gefahrenzone verlassen wurde, erfolgen umgehend Sofortmaßnahmen. Dies ist der zweite Schritt der Rettungskette. Zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen gehört die Erste Hilfe mit Basic Life Support, um die Vitalfunktionen, also Kreislauf und Atmung, aufrecht zu erhalten. In gravierenden Fällen müssen Maßnahmen zur Wiederbelebung durchgeführt werden.
Parallel muss die Alarmierung stattfinden. Das Absetzen eines Notrufs ist unverzichtbar, um die Rettungskräfte zu informieren. Mit den 5-W-Fragen geben Sie die wichtigsten Informationen weiter:
Gerade der letzte Punkt wird so manches Mal vernachlässigt. Dabei ist es entscheidend, in der Leitung zu bleiben, falls der Rettungsdienst noch Rückfragen hat oder Handlungsempfehlungen gibt.
Wenn der Notruf abgesetzt und die Rettung auf ihrem Weg ist, fahren Sie mit Schritt 3 der Rettungskette fort: weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen. Hierzu zählen je nach Vorfall Wiederbelebung und Reanimation, Schockbekämpfung, Blutstillung oder die stabile Seitenlage. Ein schnelles und sachgerechtes Eingreifen und die Anwendung notwendiger Behandlungsmaßnahmen können über den Ausgang der Situation entscheiden.
Entsprechend ist es wichtig, dass jeder mit der Anwendung von Rettungsgriffen, Überstreckung des Kopfes bei Verdacht auf Atemwegsverlegung, Atemspende, Anlegen von Notverbänden oder Seitenlagerung bewusster Personen vertraut ist.
Sobald der Rettungsdienst eintrifft, ist der vierte Schritt der Rettungskette erreicht. In diesem Moment geht die Verantwortung von den Ersthelfern auf das medizinische Fachpersonal über. Die Rettungskräfte übernehmen die professionelle Versorgung vor Ort und kümmern sich um den sicheren Transport der betroffenen Person ins Krankenhaus. Dort schließt sich als fünftes Glied der Rettungskette die weiterführende ärztliche Behandlung an.
Damit hier alles reibungslos abläuft, sind die ersten Glieder der Rettungskette als Vorbereitung essenziell. Wenn keine stabile Basis gelegt wird, kann es passieren, dass der Notfallpatient unter wesentlich schlimmeren Auswirkungen leidet.
Ein Notfall kann Schüler und Schülerinnen, aber auch Lehrkräfte, in Panik versetzen. Das Schlimmste wäre in einem solchen Szenario, wenn Betroffene in eine Schockstarre verfallen. Schließlich kann es um Leben und Tod gehen.
Aus diesem Grund sollte die Rettungskette nicht erst dann relevant werden, wenn ein Notfall eintritt. Vielmehr sollte sie ein fester Bestandteil des Schulalltags sein. Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte sollten genau wissen, was im Notfall zu tun ist. Die fünf Kettenglieder sollten für sie nichts Neues oder Unbekanntes sein.
Unterweisungen und Schulungen sind daher unverzichtbar. Ebenso wichtig sind Übungen. So können alle Betroffenen die praktische Anwendung der Rettungskette in einem sicheren Rahmen kennenlernen. Auf diese Weise ist es möglich, aus eventuellen Fehlern zu lernen. Wenn diese Fehler erst im Ernstfall gemacht werden würden, könnte das über den Ausgang der Situation entscheiden.
Nach Praxisübungen sollte mit den Schülern und Schülerinnen noch einmal ins Gespräch gegangen werden: Wie haben sie die Übung empfunden? Welche Inhalte sind ihnen noch nicht klar? Was lernen sie aus der praktischen Anwendung? Auf dieser Basis kann die Rettungskette nachhaltig verbessert werden.
Viele kennen womöglich nur den schrillen Alarmton, der in Schulen ertönt, wenn ein Notfall besteht. Dieser ist für manche Situationen nicht nur gänzlich unpassend, sondern kann Schüler und Schülerinnen in Angst und Schrecken versetzen.
In bestimmten Situationen ist eine unauffällige und koordinierte Alarmierung besonders wichtig. Ziel ist es, alle Lehrkräfte schnell und zuverlässig zu informieren, ohne unnötige Unruhe oder Panik auszulösen. Moderne Lösungen wie Klassenalarm unterstützen die Rettungskette in der Schule genau an dieser Stelle, indem sie eine gezielte und zeitgleiche Benachrichtigung des Schulpersonals ermöglichen.
Über eine App können relevante Informationen in Echtzeit an alle Beteiligten übermittelt werden, selbst dann, wenn Smartphones sich im Nicht-Stören-Modus befinden. So wird sichergestellt, dass wichtige Hinweise sofort ankommen und angemessen gehandelt werden kann.
Neben der schnellen Information spielt die strukturierte Unterstützung im Notfall eine zentrale Rolle. Abhängig von der Situation erhalten die Nutzer auf ihrem Smartphone eine passende Checkliste, die sie Schritt für Schritt durch die notwendigen Maßnahmen führt und dabei hilft, die Rettungskette konsequent aufrechtzuerhalten.
Auch hier gilt: Ohne praktische Übungen geht nichts! Daher sollten digitale Lösungen zunächst in einem sicheren Umfeld erprobt werden, ehe sie in einem tatsächlichen Notfall zum Einsatz kommen. So können sich Lehrkräfte sowie Schüler und Schülerinnen sicher sein, dass sie handlungsfähig sind und die Rettungskette mit vereinten Kräften zu unterstützen.
Die Rettungskette ist ein Begriff aus der Ersten Hilfe und trägt einen entscheidenden Teil zum Sicherheitskonzept von Schulen bei. Jedes Kettenglied ist von großer Bedeutung, da die Kette an der Stelle „bricht“, an der sie am schwächsten ist. Das macht regelmäßige Übungen im Schulalltag unverzichtbar. Digitale Lösungen wie Klassenalarm können Ihre Rettungskette zusätzlich unterstützen, damit ein höheres Maß an Sicherheit an Schulen möglich wird.

Der erste Schritt der Rettungskette besteht darin, sich selbst in Sicherheit zu bringen und die Unfallstelle abzusichern. Eigenschutz ist essenziell, um überhaupt jemand anderem helfen zu können.
Die Rettungskette besteht aus mehreren Gliedern und beschreibt die lückenlose Abfolge verschiedener Maßnahmen vom Erkennen eines Notfalls bis zur vollständigen ärztlichen Versorgung.
Die Rettungskette setzt sich aus 5 Gliedern zusammen: 1. Absicherung und Eigenschutz, 2. Alarmierung und Sofortmaßnahmen, 3. weitere Erste Hilfe, 4. Stabilisierung des Patienten, Erstellung der Transportfähigkeit und Transport zum Krankenhaus und 5. Behandlung in der Notaufnahme und weitere Schritte im Krankenhaus. Gerade die ersten 3 Kettenglieder sind für Schulen relevant, da sie hier aktiv werden müssen.