Krisensituation in der Schule: Wie Schulleitungen damit umgehen sollten

Krisensituationen sind leider auch in Schulen keine Seltenheit. Vielfältige Probleme können sich zu einer Krise entwickeln und nicht nur den Schulalltag aus dem Gleichgewicht bringen, sondern auch die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen gefährden. Was Krisensituationen in der Schule überhaupt sind und was vor, während und nach einer Krise unternommen werden sollte, zeigt dieser Artikel.

Welche Krisensituationen gibt es im Schulalltag?

Definition Krise

Was versteht man eigentlich unter dem Wort „Krise“? Es gibt verschiedene Definitionen, die auf das Gleiche hinauslaufen. Allgemein spricht man bei einer Krise von einer schwierigen Lage oder Situation. Oftmals stellt die Krise den Höhe- oder Wendepunkt einer gefährlichen oder problematischen Entwicklung dar.

Im schulischen Kontext gilt eine Krise als ein plötzliches, unvorhergesehenes Ereignis. Charakteristisch ist, dass sie im üblichen Schulalltag nicht abgearbeitet werden kann. Auch in der Schule entwickeln sich Krisen oft über einen bestimmten Zeitraum. Die akute Krisensituation in der Schule ist der Punkt, an dem Missstände deutlich sichtbar werden.

Krisensituationen in der Schule können ganz unterschiedlich aussehen. Sie reichen von ernsten Erkrankungen über Naturkatastrophen bis hin zu Unfällen und Gewalttaten. Die Aufgabe der Schulleitung ist es, sich intensiv mit möglichen Gefahren für Schüler und Schülerinnen sowie die Belegschaft zu befassen, um Methoden für die Vermeidung des Ernstfalls zu entwickeln.

Arten von Krisen in Schulen

Um potenzielle Gefahren im Schulalltag zu erkennen, ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Arten von Krisen in der Schule zu befassen:

  1. Physische Notfälle
  2. Psychosoziale Krisen
  3. Externe Krisen

In die Kategorie der physischen Notfälle gehören alle akuten Gefahren wie Brände, Amokläufe oder Naturkatastrophen. Auch Vandalismus, schwere Gewalt und Waffenbesitz zählen dazu und aktivieren Krisenteams.

Psychosoziale Krisen entstehen durch emotionale Belastungen. Hierzu gehören Suizidankündigungen und -versuche, Mobbing, Beleidigungen, sexuelle Übergriffe, aber auch der Tod von Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften.

Zudem können externe Krisen einen Einfluss auf den Schulalltag haben. Globale oder umfeldbezogene Ereignisse wie Kriege, Pandemien und Wirtschaftskrisen können Krisensituationen in der Schule begünstigen. Gleichzeitig gibt es Unfälle außerhalb der Schule, die Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte in eine Krise stürzen können. Ein Beispiel dafür ist die Erkrankung oder der Tod eines Angehörigen.

Sanitäter vor einem Krankenwagen

Prävention: So können Krisensituationen in der Schule verhindert werden

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Die Verantwortung der Schulleitung hinsichtlich Krisensituationen

Viele Krisensituationen, die in der Schule entstehen können, lassen sich verhindern. Deshalb ist das wohl wichtigste Thema im Zusammenhang mit Krisen die Präventionsarbeit. Nicht selten entwickeln sich Krisen über einen längeren Zeitraum. Man spricht zu dem Zeitpunkt zwar noch nicht von einer Krisensituation, doch wer einen Blick für Details hat, kann womöglich erkennen, dass sich eine Gefahrenlage anbahnt.

Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass eine solche Entwicklung über Jahre hinweg stattfinden kann. So leiden viele Schüler und Schülerinnen über einen langen Zeitraum, bis sie sich schließlich dazu entscheiden, allem ein Ende zu setzen. Der Leidensdruck ist schlichtweg zu groß geworden. Das Resultat sind in solchen Fällen oft Amokläufe oder Suizidversuche. Durch einen genauen Blick auf die Situation lässt sich eine solche Tragödie oftmals vermeiden.

Doch auch, wenn Sie an das Schulgebäude denken, können sich Krisensituationen langsam und schleichend entwickeln. Womöglich ist die Technik nicht aktuell oder die Wartung der Brandmeldeanlage steht aus. Dies kann, wenn Sie dem lange keine Aufmerksamkeit schenken, in einer verspäteten Warnung bei einem Gebäudebrand ausarten, was die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen akut beeinträchtigt. Nicht zu unterschätzen sind auch Cyberrisiken, die durch veraltete Technologien entstehen.

Krisenteams zur Verbesserung der Sicherheit

Immer mehr Schulen setzen auf ein eigenes Krisenteam. Das Ziel solcher Teams besteht darin, jederzeit den Überblick über die schulische Situation zu behalten. Sie werden nicht erst tätig, wenn eine Krise eintritt, sondern kümmern sich im Vorfeld darum, erste Anzeichen für eine mögliche Krisensituation in der Schule aufzudecken.

Das Krisenteam befasst sich neben der Prävention auch mit der Vorbereitung, falls es doch einmal zu einer Krise kommen sollte. Alarm- und Notfallpläne sowie regelmäßige Evakuierungsübungen gelten in diesem Zusammenhang als besonders wichtig.

Zwar sind Krisenteams in Schulen nicht in jedem Bundesland Deutschlands gesetzlich vorgeschrieben, doch es empfiehlt sich, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. In Bayern beispielsweise wird an jeder Schule ein Krisenteam zusammengestellt, das unter anderem aus Schulpsychologen besteht und von der Schulleitung geleitet wird. In Berlin ist die Einrichtung eines Krisenteams zur Gewalt- und Krisenprävention gesetzlich verpflichtend.

Wofür alle Schulen länderübergreifend sorgen müssen, ist ein Sicherheitskonzept. Hierzu wird mit der Polizei zusammengearbeitet. Generell wird empfohlen, zu Zwecken der Prävention und Absicherung Experten ins Boot zu holen. Damit können Sie Krisensituationen in der Schule nicht nur vermeiden, sondern sie auch bewältigen, falls der Ernstfall eintritt.

Wenn eine Krisensituation in der Schule eintritt

Vorbereitung Krisen im Schulalltag

Krisen sind unvorhergesehen und können schnell zu Angst und Panik führen. Der Schulalltag mündet im Chaos, wenn mit Krisensituationen nicht richtig umgegangen wird. Deshalb gilt es, nicht nur Prävention zu betreiben, sondern die Schule auch auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten.

Eine wichtige Maßnahme besteht darin, organisatorische Rahmenbedingungen zu schaffen. Damit im Ernstfall richtig reagiert werden kann, müssen vorab Handlungsbereiche identifiziert und Verantwortlichkeiten festgelegt werden. Auch hier spielt das schulische Krisenteam wieder eine wichtige Rolle. Jedes Mitglied hat feste Aufgaben und Zuständigkeiten, sodass jeder genau weiß, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Damit es beim Eintreten einer Krisensituation in der Schule nicht zu blanker Panik kommt, muss die Krisenbewältigung genau vorbereitet sein. In einem Notfallplan wird alles festgehalten, was es für den Notfall braucht.

Unverzichtbar sind auch regelmäßige Übungen. Damit die Mitglieder der Krisenteams nicht nur theoretisches Wissen haben, sondern auch in der Praxis handlungsfähig sind, ist eine praktische Übung essenziell. Diese kann zudem aufdecken, an welchen Stellen der Krisenplan noch Schwachstellen aufweist.

Nicht zu vergessen ist dabei, auch die Schüler und Schülerinnen mit ins Boot zu holen. Eine Krisensituation in der Schule kann sehr beängstigend sein. Wenn mögliche Krisen und der Umgang damit nicht besprochen werden, schafft das noch mehr Unsicherheit, was im Ernstfall in Panik und Chaos mündet. Die Schulleitung hat die Aufsichts- und Fürsorgepflicht. Deshalb ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen altersgerecht zu vermitteln, wie sie im Notfall reagieren sollten. Auch hier sind es regelmäßige Praxisübungen, die das Gelernte festigen.

Nachbereitung von Krisensituationen in der Schule

Neben der Vorbereitung auf schulische Krisen ist auch die Nachbereitung eine wichtige Aufgabe, der Schulleitungen nachkommen sollten. Nachdem eine Krise abgewendet wurde, sind alle Beteiligten zunächst erleichtert. Doch auf dieser Erleichterung sollte man sich nicht ausruhen. Es gilt, die Krisensituation nachzubearbeiten.

Je nachdem, um was für eine Art von Krise es sich handelt und wie groß ihr Einfluss auf den Schulalltag war, ist die Vorgehensweise unterschiedlich. In jedem Fall sollte sich die Schulleitung allerdings darauf konzentrieren, allen Schülern und Schülerinnen sowie auch den Lehrkräften die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Einige Kinder können die Ereignisse womöglich gar nicht richtig einordnen, andere sind regelrecht traumatisiert. Nach einer Krisensituation sollte nicht direkt in den normalen Schulalltag zurückgekehrt werden, ohne die Geschehnisse zu besprechen und aufzuarbeiten. Schulpsychologen sind dabei sehr hilfreich.

Des Weiteren ist die Nachbereitung von Krisensituationen in der Schule deshalb wichtig, weil sich dadurch Schwachstellen im Notfallplan aufdecken lassen. Das Krisenteam sollte sich die Frage stellen, ob sie die Lage jederzeit im Griff hatten und ob die im Krisenplan vorgegebenen Maßnahmen ausreichend waren.

Zu guter Letzt ist die Nachbereitung für eine Dokumentation des Krisenfalls nötig. Gerade dann, wenn Einsatzkräfte wie die Polizei oder die Feuerwehr involviert waren, ist eine Dokumentation für Schulen Pflicht. Zudem gilt es, den Eltern anhand der Dokumentation zu zeigen, dass die Schulleitung ihrer Aufsichts- und Fürsorgepflicht nachkommt und die Krisensituation in der Schule durch gezielte Maßnahmen gelöst werden konnte. Das stärkt das Vertrauen der Eltern in die Schule.

Unterstützung von Krisensituationen durch Digitalisierung

In einer Krisensituation in der Schule ist jede Unterstützung willkommen. Im digitalen Zeitalter gibt es verschiedene Möglichkeiten, sehr zeitgemäß und modern vorzugehen. Mit Systemen wie Klassenalarm haben Schulen Krisen noch besser im Griff.

Über Klassenalarm lässt sich diskret, schnell und zuverlässig ein Alarm absetzen. Da die App direkt auf den Smartphones der Lehrkräfte installiert wird, ist der Notfall-Button immer mit dabei. Da die Alarmierung selbst eine Stummschaltung des Geräts überwinden kann, werden alle Lehrkräfte innerhalb weniger Sekunden informiert. Gerade in Situationen, in denen ein lauter Alarm nur für Unruhe und Panik sorgen würde, ist diese Form der Alarmierung sinnvoll. Praktisch ist auch die Checkliste, die nach Auslösen des Alarms angezeigt wird. So wissen Lehrkräfte selbst im Ausnahmezustand genau, was zu tun ist.

Gerade, was auch die Nachbereitung betrifft, gilt Klassenalarm als beliebte Lösung. Die App hilft bei der Dokumentation, sodass keine Details verloren gehen. Insbesondere in Krisensituationen in der Schule passiert es schnell, dass sich gewisse Handlungen nicht mehr richtig rekonstruieren lassen. Mit Klassenalarm sind Sie auf der sicheren Seite.

Fazit

Krisensituationen können in der Schule auf vielfältige Weise entstehen. Meist entwickeln sich Krisen schleichend und über einen längeren Zeitraum hinweg. Deshalb sind Krisenteams, die sich mit der Prävention befassen, von großer Bedeutung. Jedoch ist Prävention nicht alles, auch eine gute Vorbereitung ist essenziell. Mit digitalen Systemen wie Klassenalarm können Sie Ihren Notfallplan gekonnt unterstützen und sind für mögliche Krisensituationen in der Schule gewappnet.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Beispiel für eine Krisensituation in der Schule?

Schulische Krisen sind beispielsweise der Tod von Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften, ein Brand im Schulgebäude oder ein Amoklauf bzw. eine Amokdrohung.

Was macht ein Krisenteam?

Schulische Krisenteams beschäftigen sich mit der Prävention, Bewältigung und Nachsorge von Krisensituationen in der Schule. So fällt in ihren Aufgabenbereich unter anderem das Krisenmanagement.

Was ist eine Krise in der Schule?

Als Krisen bezeichnet man im schulischen Kontext plötzliche, unvorhergesehene Ereignisse.